Aus dem Englischen von Werner Färber. Josh meldet sich freiwillig, die Anti-Gewalt-Kampagne seiner Schule zu leiten. Ist doch echt cool, mal den Boss spielen zu dürfen, findet er. Als kurz darauf Greg, ein jüngerer Schüler, von dem allseits gefürchteten Erpresser Neil zum Ladendiebstahl gezwungen wird, erkennt Josh, dass die Sache viel ernster ist, als er ursprünglich gedacht hatte. Er nimmt sich vor, den zahlreichen Opfern von Neil wirklich zu helfen. Bald hat er eine ganze Gruppe von "Beschützern" zusammengetrommelt, die auch schon einzelne Erfolge vorzuweisen haben. Wie aber kann man Neil und seinen Leuten endgültig das Handwerk legen? Alex, der selbst gerne der Anführer der "Beschützer" wäre, nimmt die Sache in die Hand und bringt Neil in den Verdacht, einen Diebstahl begangen zu haben. Dann aber gerät die Aktion außer Kontrolle und zieht Konsequenzen nach sich, mit denen keiner gerechnet hatte. Neil wird von der Schule verwiesen ? aber um welchen Preis? Josh wird klar, wie schnell Recht in Unrecht umschlagen kann.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 18.10.2000
Eigentlich geht es in dem neuen Buch des englischen Erfolgsautors Pete Johnson um echte Zivilcourage. Denn echte Zivilcourage zeigen seine Helden gerade nicht. Sie antworten auf Gewalt mit Gegengewalt, ernennen sich zu Beschützern der Unterdrückten und zeigen sich als schlagkräftige `Elite-Truppe mit moralischem Machtanspruch`. Das Engagement der Guardian Angels endet in einem infamem Spiel, in dem die Rollen von Tätern und Opfern verschwimmen. Christine Knödler hält Johnsons Buch für einen sehr wichtigen Beitrag zum Thema Gewalt. Sehr differenziert und realistisch zeige der Autor Ursachen und Wirkung von Gewalt und selbsternanntem Heldentum. Der Rezensentin gefällt außerdem der unvoreingenommene Blick auf die Leidensgeschichten aller Beteiligten. Jede Menge `Zündstoff zum Nachdenken`, verspricht sie.
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