Aus dem Englischen von Anke Burger. In seinem zweiten Roman erzählt Jon McGregor die Geschichte eines Mannes, der als Erwachsener erfährt, nicht Kind seiner Eltern zu sein. Der von Erinnerungsstücken besessene Archivar macht sich auf die Suche nach seiner Vergangenheit und verliert dabei fast seine Gegenwart.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 06.11.2007
Recht zufrieden scheint Rezensent Friedhelm Rathjen mit Jon McGregors Roman über den Archivar David Carter, der in eine Jahrzehnte dauernde Lebenskrise stürzt, als er erfährt, dass seine Mutter nicht seine Mutter ist. Im Grunde sieht er darin einen Roman über Identität und all die möglichen Alternativen, die jede Existenz bereit hält. Über die Beschäftigung mit Artefakten nämlich, aus denen Carter das vergangene, verlorene Leben herauszulesen versucht, verliert er sein eigenes Leben aus dem Blick. Rathjen lobt McGregor als "ambitionierten" Stilisten, tadelt ihn aber zugleich dafür, manchmal zu wortreich zu sein. Dabei findet er den Autor dann am besten, wo er Lücken und Aussparungen lässt, wodurch die Aufmerksamkeit des Lesers geschärft werde und seine Prosa an Kontur gewinne.
Tony Tulathimutte: Fiasko Aus dem Amerikanischen von Stefanie Jacobs, Stefanie Ochel und Jan Schönherr. Ein erklärter Feminist fällt ins Wurmloch der Incel-Szene. Eine Frau versinkt in einer selbstzerstörerischen… Eva Menasse: Alleinruhelage Nach dem Ende der Ehe steht eine Frau mit ihrem Wochenendhaus plötzlich allein da. Hier hat sie einst mit der Familie die Idylle gesucht und will nun den Neuanfang wagen.… Heinz Strunk: Memories of Heidelberg Heidelberg im Frühling! Bertram und Isolde, ein in die Jahre gekommenes Paar aus Oldenburg, möchten sich in der romantischen Kurpfalz mal einen richtig schönen Kurzurlaub… Miriam Carbe: Unerwünschte Töchter Die Familie eines deutschen Jahrhunderts: Margarethe, Marianne, Monika, Miriam. Vier Generationen. Sie lieben sich, sie tun sich weh, sie kämpfen um ihre Unabhängigkeit.…