Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 22.03.2000
Elisabeth Bauschmid bespricht dieses Buch zusammen mit "Erzählt es euren Kindern - der Holocaust in Europa" von Stéphane Bruchfeld und Paul A. Levine (C. Bertelsmann). "Was sage ich meinen Kindern - und wie sage ich es ihnen?", sei die Grundfrage beider Bücher. Als besten Weg in das Verständnis des historischen Grauens sei eigentlich Literatur, meint die Rezensentin und erinnert an Bücher wie das "Rosa Kaninchen". Genau diese Einfühlung gelinge Rogasky aber nicht. Bauschmid kritisiert, dass es der Frage, warum sich die Juden wie Lämmer zur Schlachtbank hätten führen lassen, aber auch dem jüdischen Widerstand viel zu großen Platz einräume. Hier sei das Buch offensichtlich allzusehr aus amerikanischer Perspektive geschrieben und für das deutsche Publikum kaum geeignet. Wesentlich gelungener findet Bauschmid darum das Buch von Stéphane Bruchfeld und Paul A. Levine: Diesen Autoren gelinge es, das Geschehen in Geschichten aufzulösen, die für Kinder und Jugendliche nachvollziehbar seien.
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