Herausgegeben von Jan Assmann und Aleida Assmann. Aufmerksamkeit ist in unserer Zeit zu einer knappen Ressource geworden, ja sie bestimmt eine neue Ökonomie im Informationszeitalter. Der Band geht den verschiedenen Aspekten der Aufmerksamkeit unter philosophischen, theologischen, kulturwissenschaftlichen, soziologischen, anthropologischen, neurobiologischen, kunst- und medienwissenschaftlichen Perspektiven nach. Mit Beiträge von Aleida und Jan Assmann, Alois Hahn, Klaus Atzwanger, Peter von Moos, Geoffroy Hartman, Vivian Liska, Walter Seitter, Siegfried J. Schmidt, Peter Matussek, Lambert Wiesing, Moshe Barasch, Michael Hagner.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 11.08.2001
Das Thema haut den Rezensenten nicht gerade vom Hocker. Mit den verschiedenen Formen der Aufmerksamkeit schließlich, erklärt Ulrich Raulff, beschäftigen sich Forscher und Theoretiker nicht erst seit gestern - "im Internet und außerhalb". Warum der Sammelband der Assmanns dennoch das Interesse des Rezensenten auf sich gezogen hat, ist rasch gesagt: All die vielen, in den letzten Jahren erschienenen Studien zur "Ökonomie der Aufmerksamkeit" (Raulff nennt stellvertretend Georg Franck und Michael H. Gloldhaber) sind hier "in geradezu Hegelscher Manier" aufgehoben und statt in die "präsentische Perspektive der meisten medientheoretischen und ökonomischen Ansätze" gepresst, in "das höhere Register der Geistes-, Kultur- und Religionsgeschichte transponiert."
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