Lemar Jackson ist 14 Jahre alt, und obwohl er nur der Zweitkleinste in seinem Jahrgang ist, nennen ihn, zu seinem großen Missfallen, alle "Liccle Bit". Jonah und McKay sind seine besten Freunde, und dennoch ziehen sie ihn ständig damit auf, dass er keine Chancen bei Mädchen hat. Erst recht nicht bei Venetia King, dem heißesten Mädchen der Schule. Umso erstaunter sind alle, als Venetia ihn bittet, ein Porträt von ihr zu zeichnen. Ist das etwa ein erstes Date?
Doch auch Manjaro, der berüchtigte Anführer der Gang von South Crongton, beginnt auf einmal, sich für ihn zu interessieren, und bevor Lemar sich versieht, erledigt er kleine Aufträge für ihn. Als der erste Tote im Viertel auftaucht, erkennt Lemar, dass er schon viel zu tief in dem eskalierenden Bandenkrieg steckt und so auf keinen Fall weitermachen kann. Aber wie soll er seinen Kopf aus der Schlinge ziehen, die sich immer weiter zuschnürt?
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.03.2018
Rezensent Fridtjof Küchemann entdeckt eine Geschichte um das große Jugendliteratur-Thema Zugehörigkeit in Alex Wheatles Buch. Wie der Autor die Machenschaften zwischen zwei Banden entwickelt, das innere Machtgefüge einer Gruppe analysiert und das neugierige, trotzige, leichtfertige und optimistische Wesen seines jugendlichen Helden zeichnet, scheint dem Rezensenten bemerkenswert. Identifikationspotenzial enthält die Geschichte laut Küchemann reichlich, ebenso Komik, Schwung und Anrührendes.
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