Dies ist, betont der Schriftsteller Michael Kleeberg, seine erste Rezension eines Lyrik-Bandes überhaupt. Etwas ganz Spezielles also - und natürlich verdankt sie sich seiner Begeisterung für das Werk des Dichters Wilhelm Bartsch, dessen zwischen 1978 und 2005 entstandene Gedichte hier versammelt sind. Kleeberg setzt ein mit allgemeinen Überlegungen zur Frage, was genau eigentlich gelungene Lyrik in der Gegenwart ausmacht. Seine Antwort: Es ist das "literarische Zusammenspiel von Sprachmelodik, Rhythmus und Anschauung", das im Verbund dann jene "Magie" erzeugt, die große Dichtung - und eben auch die von Bartsch dann besitzt. Kleeberg zitiert zum Beleg einzelne Zeilen aus Kleebergs Gedichten, etwa diese: "Müde Liebe, wie im Brachfeld die Lerche, so schlafe" - und vernimmt einen Ton, der, obwohl eigen, sowohl an Brecht als auch an Goethe gemahnt.
Eva Menasse: Alleinruhelage Nach dem Ende der Ehe steht eine Frau mit ihrem Wochenendhaus plötzlich allein da. Hier hat sie einst mit der Familie die Idylle gesucht und will nun den Neuanfang wagen.… Heinz Strunk: Memories of Heidelberg Heidelberg im Frühling! Bertram und Isolde, ein in die Jahre gekommenes Paar aus Oldenburg, möchten sich in der romantischen Kurpfalz mal einen richtig schönen Kurzurlaub… Tony Tulathimutte: Fiasko Aus dem Amerikanischen von Stefanie Jacobs, Stefanie Ochel und Jan Schönherr. Ein erklärter Feminist fällt ins Wurmloch der Incel-Szene. Eine Frau versinkt in einer selbstzerstörerischen… Caroline Wahl: 1999 Meter über dem Meer Der Selbstfindungstrip nach Bali? Samara hat niemanden gefunden. Die hippe Agentur in Berlin-Mitte? So öde wie irgendein anderer Job. Samara weiß, was sie alles nicht mehr…