Michael Sommer

Dirty Rome

Die schmutzige Seite der Antike
Cover: Dirty Rome
C.H. Beck Verlag, München 2026
ISBN 9783406850523
Gebunden, 352 Seiten, 26,00 EUR

Klappentext

MIt 13 Abbildungen und zwei Karten. In diesem Buch beleuchtet Michael Sommer nicht nur die schmutzigen Seiten der römischen Elite, der Senatoren und Kaiserinnen. Er führt uns auch mitten hinein ins laute, dreckige und gefährliche Leben der einfachen Leute im Römischen Reich. Dieses Dirty Rome war ganz gewiss kein Betriebsunfall, sondern die dunkle Kehrseite von Roms Größe. Es lag nicht am Rand, sondern wirkte tief in seinem Inneren: in der Luft, die man atmete, im Brot, das man aß, in den Häusern, in denen man wohnte, in den Körpern, die krank wurden, und in den Gerüchten, die ganze Existenzen vernichteten. So tief wie in diesem Buch kann man nur selten in das antike Alltagsleben samt seinen Schattenseiten eintauchen Rom war sicherlich beides: eine glanzvolle Metropole, die mit vollem Recht das "Haupt der Welt" genannt wurde, und ein Müllhaufen, in dem es zum Himmel stank - übrigens nicht nur im Wortsinn. Denn jenseits von Kloaken und Dreckschleudern gab es im Römischen Reich noch ganz andere Dinge, die anrüchig waren: Wohnverhältnisse, medizinische Versorgung und Nahrungsangebot waren nach modernen Standards dürftig. Frauen, Sklaven und Menschen am Rande der Gesellschaft wurden wie der letzte Dreck behandelt. Und wer Macht hatte, missbrauchte sie. Korruption, Vetternwirtschaft und Wahlmanipulation grassierten, während eine höchst mangelhaft informierte Öffentlichkeit ständig von Gerüchten und Fake News durchwabert wurde. 

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.08.2026

Rezensent Jannis Koltermann weiß um die Kollegenschelte am Althistoriker Michael Sommer. Dessen Bücher seien Populärwissenschaft a la Florian Illies. Dass der Autor damit leben kann, weiß Koltermann auch, aber kann der Leser? Kann, urteilt Koltermann, wenn er nicht auf wissenschaftliche Diskurse oder die große These pocht. Sommer liefert stattdessen römische Geschichte in lebensnahen Anekdoten, so Koltermann. Es geht um Schmutz, Getreidepreise, Mietwucher, Epidemien und andere Sorgen der einfachen Menschen im alten Rom, durchaus überzeugend recherchiert und anschaulich präsentiert, versichert der Rezensent. Kleine Erkenntnisgewinne bietet der Band auch, meint er.

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