Max Weber

Die Stadt

Max Weber Gesamtausgabe. Band I/22,5, Die Wirtschaft und die gesellschaftlichen Ordnungen und Mächte. Nachlass
Cover: Die Stadt
Mohr Siebeck Verlag, Tübingen 1999
ISBN 9783161468216
Gebunden, 389 Seiten, 131,91 EUR

Klappentext

Max Webers universalhistorisches Werk stellt bis heute den wichtigsten Versuch dar, die Besonderheit der europäischen Entwicklung seit der Antike durch umfassende Kulturvergleiche zu erhellen. In dem posthum publizierten Text "Die Stadt" hat Weber eine vorläufige Synthese seiner Studien erarbeitet. Der Text legt eine universalhistorisch anwendbare Typologie von Städten vor und konzentriert sich dann auf das Thema der "Stadt im Rechtssinn", der Stadtgemeinde. Der nicht vollendete Text liegt in einem Bearbeitungsstand von 1913/14 vor. Der hier vorliegende Band bietet eine textkritische Ausgabe auf der Grundlage des Erstdrucks. Einleitung, editorischer Bericht und ausführliche Erläuterungen des Herausgebers Wilfried Nippel erschließen einen für das universalhistorische Interesse Webers grundlegenden Text, der die Forschung zu einer Vielzahl von Epochen und Kulturen immer wieder angeregt hat.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.11.1999

Stefan Breuer stellt zunächst dar, dass es sich um einen Teilband aus einem Konglomerat unveröffentlichter Manuskripte des großen Soziologen handelt, die Weber selbst so wohl nicht veröffentlicht hätte. Darum begrüßt Breuer, dass diese Ausgabe gegenüber früheren nicht mehr das runde Bild eines Gesamtunterfangens Wirtschaft und Gesellschaft abgeben wolle. Um so mehr könne man die hier vorgelegten Studien zur Stadtentstehung um ihrer selbst willen schätzen lernen. Der Text stehe jetzt "frisch geputzt und neu fundamentiert" da. Breuer nimmt dabei Weber gegen den Vorwurf des Eurozentrismus in Schutz, im Gegenteil sei die europäische Stadt bei Weber gegenüber außereuropäischen Modellen eher die Ausnahme, habe aber die Entstehung des modernen Kapitalismus begünstigt.

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