Albert Schaefer-Ast war in ganz Deutschland für seine humorvollen Zeichnungen, Illustrationen und aquarellierten Naturstudien bekannt. Die Nazis belegten ihn mit Berufsverbot. Der Maler zog sich nach Prerow auf dem Darß zurück und durchlebte gefährliche und von Hungertod und Typhus bedrohte Zeiten. Seiner jüdischen Frau und ihrer Tochter Susanne gelang unabhängig voneinander die Flucht nach Großbritannien. Über Jahre schrieben sie sich, erst 1951 kam es zu einem Wiedersehen der drei in Berlin; kurz darauf starb Schaefer-Ast. Seine hier erstmals veröffentlichten Briefe an Frau und Tochter sind liebevolle private und berührende zeitgeschichtliche Zeugnisse eines Künstlers in schwierigsten Verhältnissen. Sie werden begleitet von Zeichnungen, deren schwungvoll-karger Strich die unverwechselbare Handschrift des Künstlers und seine den Widrigkeiten trotzende heitere Phantasie offenbaren.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.01.2022
Rezensent Bernd Eilert empfiehlt den von John Buck herausgegebenen Band mit Briefen und Burlesken des Zeichners Albert Schäfer-Ast aus den Jahren 1946-1951. Der Leser erhält laut Eilert Gelegenheit, einen Zeitgenossen und Kollegen von Hanna Höch, Walter Trier und George Grosz kennenzulernen, der nahezu vergessen ist. Die Zeitgenossenschaft Schäfer-Asts wird für Eilert in den Briefen an Zuckmayer ebenso deutlich wie in den im Band enthaltenen Limericks, Kalauern und Tierzeichnungen, in denen Weltschemerz und "leise Gesellschaftskritik" mitschwingt. Zu erahnen ist für Eilert ferner, inwieweit sich Schäfer-Ast von Trier, Grosz u. a. unterscheidet. Seine Grotesken bleiben für Eilert eben bloß "drollig".
Caroline Wahl: 1999 Meter über dem Meer Der Selbstfindungstrip nach Bali? Samara hat niemanden gefunden. Die hippe Agentur in Berlin-Mitte? So öde wie irgendein anderer Job. Samara weiß, was sie alles nicht mehr… Valeria Gordeev: Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle Konstantin und Lada haben den Kontakt verloren. Während Konstantin in einem unterirdischen Forschungslabor festsitzt, das Lenins Leichnam konserviert, kämpft seine Schwester… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren… Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre…